| Chronologische Geschichte des Flughafens |
| 1926 |
Auf der Flur der Gemeinde Möllingen, ca 42 km westlich des Münchner Stadtzentrums wird ein Flugfeld für die Firma Bölkow errichtet. Der Platz verfügt über eine betonierte Startbahn von 1.150 Metern länge und 30 Metern Breite. |
| 1933 |
Das Flugfeld Möllingen wird zu einem militärisch genutzen Flughafen erweitert. Neben der militärischen Nutzung ist aber auch die zivile Luftfahrt noch möglich. |
| 1939 |
Die zivile Mitbenutzung des Flugplatzes Möllingen wird untersagt. Der Platz ist nun reiner Militärflughafen der Luftwaffe. |
| 1944 |
Die Alliierten zerstören den Flughafen bei einem heftigen Luftangriff am 23. November. Eine fliegerische Nutzung findet bis auf weiteres nicht mehr statt. |
| 1946 |
Zu Beginn des Jahres bauen die amerikanischen Streitkräfte das Flugfeld Möllingen soweit aus, dass eine fliegerische Nutzung wieder möglich ist. Die Landebahn wird auf 1.300 Meter Länge und 35 Meter Breite erweitert |
| 1952 |
Neben der militärischen Nutzung durch die amerikanischen Streikräfte wird nun auch die zivile Mitbenutzung wieder gestattet. Ein Terminal für die allgemeine Luftfahrt wird in Holzbauweise errichtet. Eine DC-3 der Pan American World Airways landete am 6. April 1952 als erstes Verkehrsflugzeug nach dem Krieg. |
| 1958 |
Zunehmend werden auch Linienflüge durch die HK-Flugunion angeboten. Das Unternehmen verlegt seinen Sitz auf das Flughafengelände. Auch andere Flugunternehmen bekunden Interesse am Flughafen. |
| 1960 |

Das Passagierterminal wird in Betrieb genommen. Ein vierstöckiger Zweckbau bietet nun Platz für bis zu 800.000 Passagiere im Jahr.
8 Lufttransportunternehmen befördern im jahr 1960 fast 200.000 Passagiere zum Flughafen. |
| 1961 |
Der Flughafen nennt sich offiziell nun "Internationaler Verkehrsflughafen München-West" - es werden in diesem Jahr über 500.000 Passagiere befördert. München-West entwickelt sich zunehmend zum Ferienairport der bayerischen Landeshauptstadt |
| 1964 |

Das Terminalgebäude wird kräftig erweitert. Über 30 Unternehmen bieten mittlerweile Linienflüge nach München-West an. Die Passagierzahl wächst auf 800.000 an. |
| 1971 |
Möllingen wird samt Flughafen in die benachbarte Stadt Michelstadt eingemeindet |
| 1972 |
Im Rahmen der olympischen Spiele nimmt der Flughafen München-West eine tragende Rolle ein. Der Airport erhält einen eigenen S-Bahn-Anschluss sowie eine Anbindung an die neu errichtete Autobahn A 96. Im Olympiajahr werden am Flughafen München-West über 2 Millionen Passagiere abgefertigt. |
| 1974 |
Um dem weiterhin wachsenden Passagieraufkommen gerecht zu werden, wird die Start- und Landebahn neu in Asphaltbauweise errichtet. Sie wird auf 2.720 Meter verlängert und auf 41 Meter verbreitert. |
| 1977 |
Eine weitere Start- und Landebahn, die die Hauptbahn kreuzt und 900x20 Meter groß ist, wird gebaut. Sie nimmt vorwiegend den Regionalverkehr und die allgemeine Luftfahrt auf und entlastet so die Hauptpiste. |
| 1978 |

Der Flughafen erhält eine zweite Terminalerweiterung. Die Kapazität steigt auf 4 Millionen Passagiere p. A.
LUFTHANSA nimmt erstmals Linienfläge zum Flughafen München-West auf. |
| 1980 |
Der Flughafen erreicht mit über 4 Millionen Passagieren eine neue Bestmarke. Er etabliert sich fest neben dem Flughafen München-Riem, der im gleichen Jahr immerhin 6,06 Millionen Passagiere befördert. |
| 1986 |
Der Homecarrier des Airports, die HK-Flugunion KG nennt sich in HK-Air um und wird zur Aktiengesellschaft |
| 1990 |

Mit über 5 Millionen Passagieren gehört der Flughafen München-West zu den größten Flughäfen der Bundesrepublik |
| 1991 |

Die amerikanischen Streitkräfte ziehen ab. Der Flughafen wird nun bis zu seiner unmittelbar bevorstehenden Schließung ausschließlich zivil genutzt. |
| 1992 |
Am 17. Mai - mit der Eröffnung des neuen Flughafens Franz-Josef-Strauß - wird der Betrieb am Flughafen München-West (ebenso wie am Flughafen München-Riem) eingestellt. |
| 2004 |
Der Vorstand der HK-AIR AG beschließt mit Blick auf die Engpässe und das Preisniveau am Flughafen München im Januar, das Gelände des ehemaligen Flughafens München-West zu erwerben.
Im Dezember verkauft der Freistaat Bayern als Eigentümer das Gelände des ehemaligen Airports zum symbolischen Preis von einem Euro an die HK-AIR AG. |
| 2005 |
Die neue Betreibergesellschaft HK-AIR AG beantragt beim Luftfahrt-Bundesamt und bei der zuständigen Regierung von Oberbayern die Wiederzulassung des Flughafens als Verkehrsflughafen. Gleichzeitig werden die Planungen für die Modernisierung der Flughafen-Infrastruktur aufgenommen. |
| 2006 |
Am 16. März erhält der Flughafen erneut die Zulassung als Verkehrsflughafen. Die Betriebsgenehmigung beschränkt sich auf die Zeit zwischen 5 Uhr und 23 Uhr.
Der Flughafen firmiert nun als Munich-Airport Michelstadt |
| 2007 |

Erste Charterflüge nach der Wiederinbetriebnahme werden vom Munich-Airport aus abgefertigt. HK-AIR nimmt wieder erste Linienflüge auf. |
| 2008 |
Mit Beginn des Sommerflugplanes 2008 nehmen nach und nach 81 Fluggesellschaften Linienverkehre zum Munich-Airport auf. Mit über 20 Millionen Passagieren erreicht der Flughafen im ersten Betriebsjahr einen sensationellen Start. Ein Regionalterminal wird eingeweiht. Außerdem wird ein provisorisches Terminal eröffnet, um den unerwarteten Massenassturm zu bewerkstelligen. Trotzdem kommt es immer wieder zu erheblichen Engpässen am Airport. |
| 2009 |
Der Munich-Airport wird Mitglied der UNIQ-Allianz. Es erfolgt der stetige Ausbau der Infrastruktur. Der Flughafen erhält ein weiteres Terminal für Low-Cost-Carrier, zwei Parkhäuser, Hotels und das Verwaltungshochhaus der UNIQ-Allianz. Außerdem geht das neue Cargocenter im August in Betrieb. Die UNIQ-Tochter Qports übernimmt das Management des Airports.
Die Regierung von Oberbayern gestattet ab dem 1.8.2009 den 24-Stunden Betrieb des Airports. Zahlreiche Klagen von Umweltschützern, Verbänden und einzelnen Bürgern gingen inzwischen bei den zuständigen Gerichten gegen diese Entscheidung ein.
Ende des Jahrs eröffnet die TECHNICAL SOLUTIONS AG am westlichen Rand des Airportareals einen neuen Technikbetrieb |
| 2010 |
Der Flughafen zieht nach Michelstadt nördlich von Berlin und wird künftig nach der Schließung des Flughafens Berlin-Tegel die Funktion des zweiten Hauptstadtairports neben dem neuen BBI übernehmen. Der bisherige Standort wird zu einem Gewerbepark umfunktioniert.
An Pfingstsonntag 2010 fand der erste Spatenstich für den Ausbau des Airports am neuen Standort statt. Es entstand südöstlich des bestehenden Flughafengeländes ein moderner internationaler Verkehrsflughafen.

Die Eröffnung des neuen Airports fand am 1.11.2010 statt. |
| 2011 |
Der Flughafen hat im Jahr 2010 11,2 Mio. Passagiere am neuen Standort abgefertigt und liegt damit bei Passagieraufkommen und Fracht jeweils auf Platz 6 der größten deutschen Airports.
Im Febraur 2011 bezieht LUFTHANSA sein neus Gebäude. Das Unternehmen unterstrich damit die Bedeutung des Flughafens Berlin-Michelstadt International (BM) als sogenannter "Secondary Hub".

LUFTHANSA ist am neuen Standort entgültig angekommen
Am 10. August 2011 fand der Spatenstich für die Erweiterung des Airports statt. Neue Vorfeldbereiche und ein DHL-Logistikzentrum werden errichtet. Gleichzeitig gibt der Flughafen ein Gutachten zur Errichtung einer zweiten Start- und Landebahn in Auftrag. Die Erweiterung des Airports wurde am 1. November 2011 eröffnet.
Am 1. November 2011 wurde ein Planfeststellungsverfahren zum Bau einer zweiten Start- und Landebahn mit der Ausrichtung 02/20 bei der oberen Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg eingereicht. Die Planfeststellung wurde am 30. November 2011 genehmigt.

Am 1. Dezember 2011 wurde ein paralleler Rollweg an der Startbahn 08/26 eröffnet. |
| 2012 |
Am 10. Januar weist das Landgericht Oranienburg sämtliche Klagen gegen die zweite Start- und Landebahn ab. Es besteht Baurecht. Der Flughafen vergibt unmittelbar nach der Urteilsverkündung die ersten Aufträge, worauf hin am 16.01.2012 die Bauarbeiten begonnen wurden. Bereits am 10.03.2012 wurde die neue Start- und Landebahn fertig gestellt.

Die neue Startbahn 02/20 wurde am 10.03.2012 eröffnet |